Den Marathonlauf und den Straßenlauf allgemein haben sie revolutioniert. Seit 2017 der Nike Vaporfly im Rahmen des Breaking-2-Projekts publikumswirksam auf den Markt gebracht wurde, sind auf der Straße zahlreiche Rekorde gefallen. Das liegt nicht ausschließlich, aber doch zu einem erheblichen Teil an den neuen Schuhtechnologien. Doch haben Superschuhe auch den Trail erobert?
Diese Frage zu beantworten ist nicht ganz so einfach. Auf dem Trail ist sowohl das mit den Rekorden als auch das mit dem Laufschritt an sich deutlich weniger geradlinig. Sicher ist aber: Die Schuhe, in denen im Jahr 2026 gelaufen wird, unterscheiden sich massiv von jenen aus dem Jahr 2016. Vielleicht sind sie nicht immer klassische „Superschuhe“ – diesen Begriff müssen wir im Folgenden ohnehin noch genauer abgrenzen. Aber ganz sicher haben moderne Trailschuhe heute eine ausgeprägtere Rocker-Form, mehr Schaum unter dem Fuß und manchmal sogar versteifende Elemente wie Platten oder vergleichbare Konstruktionen verbaut.
Damit wären die Kernmerkmale eines Superschuhs bereits umrissen. Doch wie beeinflussen Rocker, Schaum und Platte unser Laufen? Und wie machen sie uns schneller? An dieser Stelle muss gleich mit einem Missverständnis aufgeräumt werden: Superschuhe machen uns nicht per se schneller. Ein Sprinter oder Mittelstreckler profitiert deutlich weniger von diesem Konzept als ein Marathonläufer. Der Grund dafür liegt auf der Ebene der Ökonomie. Superschuhe verbessern unsere Laufökonomie durch spezielle Materialien und Konstruktionen so, dass wir pro Schritt bei gleicher Geschwindigkeit weniger Energie aufwenden müssen als mit herkömmlichen Schuhen. Oder umgekehrt formuliert: Bei gleichem Energieaufwand lässt sich mit Superschuhen etwas schneller laufen.





