Hoka Speedgoat 7

Produktdaten

Gewicht275 g (Herren), 235 g (Damen)
Sprengung5 mm
Preis165 €

Zwei Jahre ist es her, dass der Speedgoat 6 auf den Markt kam. Der 6er stieß auf ein geteiltes Echo. Auch wir von Alles Laufbar hatten Kritikpunkte. Die ziemlich harte Mittelsohle sei „mehr Brett als Kissen“, haben wir damals geschrieben. Mit Spannung haben wir deshalb die neue Version des Klassikers herbeigesehnt. Sagen wir mal so: Mit dem Vorgänger hat der Speedgoat 7 gebrochen. Was wir vorfinden, ist ein komplett modernisierter und neu gedachter Speedgoat, ja, vielleicht sogar der beste Speedgoat aller Zeiten.

Neue und bessere Dämpfung

Der neue Speedgoat ist hervorragend gedämpft. Hoka hat dem Speedgoat 7 ein neues Mittelsohlenmaterial verpasst. Zum ersten Mal in der Speedgoat-Reihe wird ein superkritischer EVA-Schaum verwendet. Das macht sich vom ersten Schritt an bemerkbar. Der Speedgoat 7 läuft sich komfortabel, federnd, bouncy. Wir haben das Gefühl, der Speedgoat wurde wachgeküsst und zum Leben erweckt. „Endlich!“ möchten wir glatt über den Trail rufen. Zudem wurde die Höhe der Mittelsohle um 5 mm auf 37 mm vorne bzw. 32 mm hinten erhöht. Das ist eine Menge Schuh und eine Menge Schaum. Klar, das Gefühl für den Untergrund ist bei so viel Masse an Schuh kaum noch vorhanden, aber wer schon vorher einmal mit einem Schuh der Max-Cushion-Kategorie unterwegs war, kennt das — und den wird das nicht stören.

Vielseitigkeit auf dem Trail

Der Speedgoat 7 gefällt uns besonders wegen seines Facettenreichtums. Er hat uns im steinigen, technischen Gelände viel Spaß bereitet: Fit und Lockdown sind mit dem neuen gewebten Obermaterial noch einmal besser geworden als zuvor. So kamen wir mit Wurzeln und Steinen gut zurecht. Der Schuh vermittelt Zuversicht und Sicherheit, auch im alpinen Gelände, im Schotterkar oder in Latschengassen. Interessant ist, dass wir den Speedgoat dann auch im sehr laufbaren Gelände (Forststraßen, Parkwege, Radwege) gerne gelaufen sind. Das ist definitiv neu und macht den Speedgoat 7 zu einem echten Allrounder. Dank seines gleichgebliebenen Gewichts von 275 g (Herren, Mustergröße) ist er für diese Schuhklasse ein leichter Schuh, der auch schnelleren Trailrunnern noch Freude bereiten dürfte. Dank der wunderbar funktionierenden Dämpfung sehen wir uns den Schuh am Ende eines alpinen 100-Meilers laufen. Oder wahlweise bei einem 30-km-Trailrun im Mittelgebirge.

Saucony Xodus Ultra 4 vs. Hoka Speedgoat 7

Vergleichbar mit

Saucony Xodus Ultra 4

Im direkten Vergleich schneidet der Speedgoat 7 in fast allen Belangen besser ab als der Xodus Ultra 4. Die Dämpfung ist zwar auch beim Saucony als ausgewogen und gelungen zu bezeichnen, der Hoka legt allerdings dank superkritischem EVA noch eine Schippe Dynamik und Energierückgabe drauf. Krass: Der Speedgoat ist über 30 g leichter! Das merkt man beim Laufen auch sofort. Der Hoka läuft sich einfach — wenig überraschend — deutlich leichter. Auch in Sachen Stabilität im technischen Gelände sehen wir den Hoka dank besserem Lockdown der Schnürung im Vorteil. Fünf Euro günstiger als der Saucony ist er obendrein. Also: Glatter Punktsieg für den Speedgoat 7.

Die kleinen Dinge, die zählen

Hoka hat auch in den kleinen Details Veränderungen vorgenommen. So wurde z. B. die Länge der Zunge angepasst. Im Gegensatz zum Vorgänger ist sie endlich ausreichend lang, sodass die Schnürsenkel genug Platz darauf finden. Der Toe Bumper (Zehenschutz) wurde leicht ausgebaut und sorgt für zusätzlichen Schutz bei einem Aufprall. Die Anordnung der 4‑mm-Lugs der Vibram Megagrip-Außensohle wurde verändert (witziges Detail: die Lugs selbst ähneln einer Herzform). Wir stellen fest: Der Grip des Speedgoats ist und bleibt herausragend. Best in class, finden wir. Wir waren an nass-kalten Januartagen auf rutschigen Trails unterwegs. Erst dort, wo wahrscheinlich auch ein Traktorreifen ins Rutschen gekommen wäre, stieß die Außensohle an ihre Grenzen. Feuchte Laubwege, wurzeln mit Moos, glatte Steinoberflächen — all das ist mit der Speedgoat-Außensohle so gut es geht belaufbar. Die Passform ist im Wesentlichen gleichgeblieben; gefühlt ist die Zehenbox einen Tick breiter geworden.

Fazit

Der Speedgoat 7 wurde grundlegend erneuert und verbessert. Mit dem etwas bieder daherkommenden Vorgänger hat die neue Version nur noch wenig gemeinsam. Der Hoka Speedgoat 7 ist mit Sicherheit schon jetzt einer der Schuhe des Jahres 2026!

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