„Ich bin am Boden zerstört und empört über das, was in meinem Land passiert.“ Damit beginnt die amtierende Western-States-Siegerin Abby Hall ihren Social-Media-Post Anfang Februar. Gemeint sind die jüngsten Ereignisse in Minnesota, USA, bei denen Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde (ICE) innerhalb weniger Wochen zwei Menschen erschossen haben. Die Videoaufnahmen der Erschießungen von Renée Good und Alex Pretti sind um die Welt gegangen und haben weltweit für Entsetzen gesorgt.
Nun haben sich bekannte Namen aus der internationalen und besonders der US-Trailrunning-Elite zu den Vorfällen geäußert – in einer Art und Weise, die in ihrer Dichte und Deutlichkeit ein Novum für unseren Sport darstellt. Ein Sport, der für seine aktiven Athleten und Athletinnen, vom Hobbybereich bis zum Elitelevel, gerne als Zufluchtsort und eine heile (Parallel-)Welt abseits der allgegenwärtigen Hyperpolitisierung diente. Die Zeit, in der sich Trailrunning von den politischen Ereignissen abschotten konnte, scheint, zumindest für diesen Moment, vorbei.




