Salomon Ultra Glide 4

Produktdaten

Gewicht280 g (Herren), 255 g (Damen)
Sprengung6 mm
Preis150 Euro

Komfort ist nach wie vor die zentrale Eigenschaft, die der Ultra Glide 4 für sich in Anspruch nehmen kann. Die energyFOAM-Mittelsohle bleibt dieselbe wie beim 3er und gefällt uns unverändert gut. Sie ist reaktiv genug, sodass dynamisches Laufen und situatives Beschleunigen gut möglich sind, und weich genug, dass der Fuß auch nach mehreren Stunden noch angenehm gebettet ist. Auch Asphaltkilometer scheut der Schuh keineswegs. Das ist gut, denn echte Ultratrailrunner wissen: Egal ob ZUT oder UTMB, phasenweises Laufen auf Straßen ist ein integraler Bestandteil der meisten langen Ultratrails.

Foto: Salomon

Das neue Mesh-Obermaterial überzeugt durch eine verbesserte Atmungsaktivität und eine durch das weichere Material bedingte, leicht modifizierte Passform. Tatsächlich haben wir den Eindruck, dass der Schuh einfach besser sitzt als vorher. Insbesondere im unwegsameren Gelände kommt das dem Schuh zugute. Zwar sehen wir die Stärken des Ultra Glide 4 nach wie vor auf laufbareren Trails mit moderatem technischem Anspruch, kurzzeitige Abstecher ins anspruchsvolle Terrain macht er aber mit und unterstreicht seine Allrounder-Fähigkeit.

Ein weiteres Plus des neuen Uppers ist die Gewichtsreduzierung um 10 Gramm. Mit 280 Gramm in der Herren-Mustergröße liegt der Ultra Glide 4 in der Max-Cushion-Kategorie ganz weit vorne.

Salomon Ultra Glide 4 vs. Dynafit Ultra 100 V3

Vergleichbar mit

Dynafit Ultra 100 V3

Zwei Schuhe, die das Wort „Ultra“ im Namen tragen. Wie schneiden sie gegeneinander ab? Beide Modelle haben eine ähnliche Dämpfung, versprühen Lauffreude, bringen Reaktivität mit und dämpfen auch auf hartem Untergrund zuverlässig. Auch beim Gewicht (jeweils rund 280 Gramm) sind sie ähnlich aufgestellt. Wir sehen beim Ultra 100 V3 Vorteile in Sachen Grip und Geländetauglichkeit. Der Dynafit-Schuh ist noch mehr für alpines Gelände gemacht als der Salomon. Auch die niedrigere Fersenhöhe des Dynafit (34 mm) im Vergleich zum Salomon (41 mm) spricht für den Einsatz im komplexen Terrain. Der Ultra Glide 4 hat besonders dank des neuen Obermaterials in Sachen Passform und Komfort die Nase vorn und ist mehr Allrounder als der Ultra 100 V3. Der Salomon ist 10 Euro günstiger als der Dynafit. Beides sind Schuhe, die uns gefallen. Wir empfehlen, beide im Zweifelsfall anzuprobieren und danach eine Entscheidung zu treffen.

Die markante Außensohle mit der sogenannten elieveSPHERE-Geometrie weist, ebenso unverändert, Aussparungen bzw. Einwölbungen an den vermeintlich stärksten Druckpunkten am Fuß auf. Wir nehmen nach wie vor wenig bis keine Vorteile dieser Innovation aus dem letzten Jahr wahr – stören tut sie aber auch nicht. Wir wollen an den positiven Effekt glauben. Wenn man das tut, läuft es sich tatsächlich noch ein wenig angenehmer im Schuh (Placebo-Effekt?).

Salomon verwendet auch beim Ultra Glide 4 die markeneigene Contagrip-Gummimischung mit 4 mm tiefen Lugs. Der Grip ist für die meisten Verhältnisse absolut ausreichend. Sobald es sehr nass wird, kommt Contagrip allerdings schnell an seine Grenzen.

Der Preis von 150 Euro bleibt erfreulicherweise stabil. Sehr gut, Salomon!

Fazit: Eine gelungene Überarbeitung eines guten Allrounders! Insgesamt bietet der Salomon Ultra Glide 4 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich als alltäglicher Trainingsschuh oder Wettkampfschuh.

Foto Salomon

Andere Tests

Test

Kiprun Kipsummit Race

Test

Dynafit Ultra 100 V3