Mammut Aenergy Trail Speed

Produktdaten

Preis:190 Euro
Sprengung: 6 mm
Gewicht: 256 Gramm (Größe 42 2/3)

Die drei neuen Trail-Modelle von Mammut (Aenergy Trail Speed, Aenergy Trail Endurance Ultra und Aenergy All Mountain) sind in ihrer Farbgebung nahezu identisch und daher auf den ersten Blick nicht leicht zu unterscheiden. Am Fuß jedoch könnten sie unterschiedlicher kaum sein.

Der Aenergy Trail Speed ist tatsächlich genau das, was sein Name verspricht: ein schneller Laufschuh für die hohen Berge. Im Gegensatz zum bereits getesteten Endurance Ultra richtet er sich an alle, die bis ins alpine Gelände hinein agil und mit hohem Tempo unterwegs sein möchten. Diese Aufgabe meistert er mit Bravour.

Schon beim Reinschlüpfen spürt man seine Performance-Orientierung. Der Schuh ist schmal geschnitten, und es erfordert etwas Fingerkraft, in die eng anliegende Gamaschenkonstruktion zu gelangen. Der Rocker ist sehr ausgeprägt, und man steht insgesamt auf einer relativ schmalen Ferse. Für ausgeprägte Fersenläufer könnte sich der Schuh dadurch etwas kippelig und wenig stabil anfühlen. Die Sprengung von sechs Millimetern fällt moderat aus und fühlt sich auch genau so an.

Im Schuh kommt Mammuts Core Plus Foam zum Einsatz – ein superkritischer Dämpfungsschaum, der mit einer gegabelten Platte kombiniert wird. Dieses System nennt Mammut Flextron Pro. Die Schweizer setzen sogar in einigen ihrer Wanderschuhe auf Plattenkonstruktionen. Im Trailrunning-Bereich soll die Flextron-Pro-Technologie  für Vortrieb und  Stabilität sorgen. Wie ihm dieser Spagat gelingt haben wir auf dem Trail getestet.

Wie läuft sich der Mammut Aenergy Trail Speed?

Ja, der Aenergy Trail Speed ist schnell. Er bietet einen guten Vortrieb, bewegt sich im Vergleich zu vielen anderen modernen Performance-Schuhen jedoch eher auf der stabilen als auf der maximal weich gedämpften Seite. Die Dämpfung ist direkt, präzise und vermittelt viel Bodengefühl. Gleichzeitig sorgt die Platte für eine spürbare Stabilisierung des Schuhs.

Im Gelände spielt der Aenergy Trail Speed genau diese Stärken aus. Man bekommt viel vom Untergrund mit und behält jederzeit ein präzises Gefühl für den Trail. Unterstützt wird dieses sichere Laufgefühl durch die griffige Vibram-Außensohle, die den kompletten Sohlenbereich abdeckt und auf unnötige Aussparungen verzichtet.

Lediglich der starke Rocker kann in sehr technischem Gelände, in dem maximale Kontrolle gefragt ist, etwas gewöhnungsbedürftig sein. Auf laufbaren Trails sorgt er dagegen für ein wunderbar flüssiges und dynamisches Abrollverhalten.

Das Obermaterial ist luftig und relativ minimalistisch gehalten. Bei Polsterung und Schutz beschränkt sich Mammut auf das Wesentliche. Der Fersenbereich greift kräftig zu und fixiert den Fuß zuverlässig im Schuh. Die rund 256 Gramm Gewicht fühlen sich dabei angenehm leicht und unaufdringlich an.

Fazit:

Der Mammut Aenergy Trail Speed ist ein Schuh für ambitionierte und trainierte Trailrunner, kurze bis mittlere Distanzen und rasante Skyrunning-Abenteuer. Mit diesem Modell unterstreicht Mammut seine Bergsport-Expertise und zeigt gleichzeitig, dass man auch beim Thema Vortrieb und dynamisches Laufen ganz vorne mitspielen kann.

Definitiv kein Schuh für jedermann – für unseren Skyrunning-verliebten Redakteur Benni Bublak jedoch ein echter Favorit, den er spätestens beim Kaiserkrone Skyrace an seine Grenzen bringen wird.

Aenergy Trail Speed vs. Summit Vectiv Sky 2

Vergleichbar mit

The North Face Summit Vectiv Sky 2

Diese beiden Modelle liegen relativ nah beieinander und lassen sich daher gut vergleichen. Beide sind schnelle, leichte Schuhe mit viel Bodengefühl. Der Mammut ist in diesem Vergleich vermutlich das etwas extremere und alpinere Modell. Die Ferse und der Leisten insgesamt fallen schmaler aus, der Rocker ist ausgeprägter und auch die Passform sitzt enger. Zudem bietet die Vibram-Außensohle etwas mehr Grip. Der The North Face verzichtet zugunsten einer höheren Zugänglichkeit auf einen kleinen Teil der Performance und Alpinorientierung. Dadurch dürfte er für eine größere Läufergruppe interessant sein. Beides sind sehr gute Schuhe für alle, die bei einem Trailrunning-Schuh viel Bodengefühl, Leichtigkeit und Wendigkeit suchen.

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