Der Brooks Cascadia Elite ist der erste Trail-Superschuh von Brooks und hat in mehreren Reviews in der Trailrunning-Szene bereits sehr positive Resonanz erhalten. Auch wir durften den Schuh nun ausführlich testen und sind – so viel vorweg – sehr angetan von der Umsetzung des Superschuh-Konzepts im Hause Brooks.
Zuallererst wollen wir das Herzstück des Schuhs beschreiben: die Dämpfung. Zum Einsatz kommt ein sehr reaktiver Schaum. Das von Brooks „DNA Gold“ getaufte Material besteht zu 100 % aus PEBA (Polyether-Block-Amid) und hat sich bereits in den entsprechenden Straßenmodellen des Herstellers bewährt. Der Schuh hat – wie es sich für einen Superschuh gehört – viel Schaum und ist dementsprechend hoch aufgebaut. Eine Platte aus carbon-infused Pebax ist ebenfalls verbaut, wobei das Wort „Platte“ in diesem Fall nicht ganz zutreffend ist: Es handelt sich eher um ein hufeisenförmiges Element, das wie ein Rahmen in der Dämpfung integriert ist. Die Funktion liegt hier nicht nur in der Propulsion, also im Vortrieb, sondern auch in der Stabilität. Der Rocker der Dämpfung ist im Vergleich zu anderen Superschuhen eher dezent ausgeprägt. Der Schuh ist relativ steif, lässt sich aber bei etwas erhöhter Krafteinwirkung sowohl lateral als auch in Laufrichtung in gewissem Maße flexibel bewegen.
Unter dem Schuh ist eine Vibram-Sohle mit Traction Lugs verbaut, wobei die Tiefe des Profils eher gering ausfällt. Der Schuh ist insgesamt auf einem sehr breiten Leisten aufgebaut.
Auch beim Obermaterial setzt Brooks auf die Hilfe des Spezialisten Matryx. Es handelt sich um ein stabiles, wenngleich sehr flexibles Material, das im Schaft- und Zungenbereich in eine sockenartige Gamasche übergeht, die aus weicherem und flexiblerem Material gefertigt ist. Die Gamasche schließt hoch am Knöchel ab. Die Zunge ist einteilig integriert und gut gepolstert, ebenso wie der Fersenbereich.
