“Das ist eine scheiß Idee” – “Du weißt schon, wie krass der letzte Downhill ist?” – “Training im Winter? Viel Spaß!” – “Was war denn dein längstes Rennen bisher?” – “Du musst es schon wollen”
Ein kurzer Auszug aus den Antworten, die ich (ausnahmslos von Männern, diese Info vorneweg) gehört habe, als ich erzählte, dass ich im März die Classic-Distanz beim Transgrancanaria laufen möchte. 125 Kilometer, knapp 7000 Höhenmeter, durch die Nacht, den Tag und wieder in die Nacht hinein. Aus welchen Gründen auch immer man diese Sätze anstelle von Unterstützung wählt, sie haben etwas mit mir gemacht. Zuerst war ich wütend. Kein Wunder, dass so wenige Frauen auf Ultra-Distanzen zu finden sind, wenn wir uns ständig solche Sprüche anhören dürfen. Denn natürlich bin ich nicht die Einzige, die so etwas zu hören bekommt. Selbst Profi-Athletinnen erzählten mir den ein oder anderen „absolut nicht böse“ gemeinten Satz. Letztendlich haben mich diese Sätze motiviert. Schließlich weiß niemand besser als ich selbst, wozu ich fähig bin. Und ich wusste, dass ich diese Inselüberquerung schaffen kann.








