Robust und äußerst vielseitig – die Mammut Aenergy Trail Vest hat uns sehr begeistert. Als wir sie das erste Mal aus dem Karton nahmen, fiel uns sofort das vergleichsweise hohe Gewicht auf. Beim genaueren Betrachten und Ausprobieren stellte sich jedoch genau die hochwertige Materialwahl und die etwas robustere Bauweise der Weste als absoluter Gewinn heraus.
Das am Rücken anliegende Mesh ist stabil gefertigt, ohne Stretch, und am Körper sehr angenehm sowie bequem zu tragen. Die Weste sitzt dadurch einwandfrei am Körper – hier wackelt nichts. Begeistert hat uns darüber hinaus das Taschendesign. Das ist in Textform zwar immer etwas schwer zu beschreiben, aber Mammut hat hier wirklich Trail-Know How bewiesen.
Am Rücken gibt es insgesamt fünf Möglichkeiten, seine Ausrüstung zu verstauen. Natürlich lässt sich direkt am Rücken eine Trinkblase anbringen. Das darüberliegende Hauptfach ist seitlich über einen Reißverschluss erreichbar. Oben kann man eine Jacke oder andere Kleidung verstauen, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Auch die Schlauchtasche unten ist während des Laufens gut erreichbar. Zusätzlich gibt es ganz vorne noch eine offene Mesh-Tasche, um Dinge schnell und unkompliziert wieder im Rucksack zu verstauen. Cool.
Außerdem befinden sich im unteren Bereich zwei Riemen, an denen sich Stöcke befestigen lassen. Wenn der Rucksack nicht komplett leer ist, funktioniert das ziemlich gut. Alternativ gibt es die Möglichkeit, einen Mammut-Köcher an der Weste anzubringen. Dieser muss allerdings separat erworben werden.
Auch vorne setzt sich das Taschen-Inferno fort. Die mitgelieferten Soft Flasks sind klassisch in stretchigen Schlauchtaschen verstaut. Darunter befinden sich große und gut zugängliche Taschen für Verpflegung. Darüber liegt auf jeder Seite jeweils eine Reißverschlusstasche für Telefon und ähnliche Gegenstände. Oberhalb der Soft Flasks gibt es zusätzlich kleine Taschen – rechts mit Reißverschluss, links ohne – für Schlüssel oder gebrauchte Gelpackungen.
Verschließen läasst sich die Weste über ein sogenanntes Tripoint-System (Zwei Riemen die über drei Punkte besfestigt sind). Dieses findet man inzwischen bei sehr vielen Trail-Westen. Es funktioniert großartig und ist für uns die Königslösung.
Ein RECCO Rescue System-Detektor ist ebenfalls in den Rucksack integriert. Die seitlichen Verbindungsträger zwischen Vorder- und Rückseite sind die einzigen Elemente des Rucksacks, die aus Stretch-Material bestehen. Dadurch passt sich die Weste sehr gut unterschiedlichen Füllständen und Körperformen an, bleibt insgesamt aber angenehm stabil.
