Seit einigen Jahren produziert der deutsche Rucksackriese Deuter nun auch Trailrunning-Westen. Die Traick-Serie umfasst eine 5-Liter– und eine 9-Liter-Version, die bis auf das Volumen des Hauptfachs nahezu identisch sind, sowie einen Belt. Außerdem gibt es mit der Ascender-Serie noch Laufwesten für etwas längere Abenteuer.
Man könnte vermuten, dass die besonders im Wander- und Bikesegment erfolgreiche Firma Deuter auch bei ihren Trailrunning-Produkten eher auf der robusten und schweren Seite unterwegs ist. Aber weit gefehlt. Die Deuter Traick ist ein Hauch von nichts und kommt mit sehr wenig und sehr leichtem Material aus. Nur 180 Gramm wiegt die Weste in Größe S. Das Material ist angenehm weich, stretchy und luftig. Zwei Softflasks sind inzwischen im Lieferumfang enthalten. Bei der vorherigen Traick-Version war dies noch nicht der Fall. Dort, wo die Deckel der Flasks sitzen, ist die Weste mit extra Schaumstoff verstärkt – super. Ansonsten gibt es aber keinerlei zusätzliche Verstärkungen oder Materialien. Die Weste besteht im Wesentlichen aus Mesh und Stoff. Das Resultat ist ein sehr angenehmes Tragegefühl. Die Weste schmiegt sich auch verschiedenen Körperformen hervorragend an.
Das Frontverschlusssystem ist simpel, aber clever umgesetzt. Erst bei höheren Geschwindigkeiten, beispielsweise im schnellen Downhill, machen sich die fehlenden stabilisierenden Elemente bemerkbar, und die etwas schwerer gefüllten Taschen fangen an zu wackeln und zu pendeln. Ein Fach, in dem man eine Jacke wasserfest verstauen kann, gibt es nicht.
Die Taschen in der Front gefallen uns gut. Neben den Flasks gibt es hier drei weitere Verstaumöglichkeiten, die clever übereinander angeordnet sind. Eine davon ist mit einem Reißverschluss versehen. Hinten gibt es ein Schlauchfach, aus dem man beispielsweise eine Regenjacke während des Laufens sehr gut herausziehen kann. Das Hauptfach verfügt ebenfalls über einen Reißverschluss. Eine Trinkblase kann verwendet werden, genauso wie ein Köcher – die entsprechenden Ösen dafür sind vorhanden. Außerdem werden zahlreiche Gummibänder mitgeliefert, die so angebracht werden können, dass Stöcke (vorne oder hinten) oder anderes Material an der Weste befestigt werden können. Das funktioniert, ist aber etwas wackelig und letztlich nicht besonders angenehm. Wir empfehlen daher klar, einen Köcher zu nutzen. Dieser fehlt aktuell noch im Deuter-eigenen Sortiment. Toll umgesetzt sind die Erklärvideos und Infos auf der Homepage, die Trailrunning Einsteigern den Zugang zur Verwendung dieses doch speziellen Produktes erleichtern.
