The North Face Altamesa 500 V2

Produktdaten

Gewicht:277 g (Herren), 265 g (Damen)
Sprengung:6 mm
Preis:150 Euro

Der Altamesa 500 V2 ist die Neuauflage des Altamesa 500 aus dem Jahr 2024. Das Ziel, damals wie heute: einen vielseitigen Trailschuh für das alltägliche Training zu schaffen, der, wie es heißt, von „door to trail“ funktioniert. Wir sind den Altamesa 500 V2 über viele Wochen gelaufen und haben einige Testeindrücke für euch gesammelt.

Der Altamesa 500 ist in vielerlei Hinsicht ein Alleskönner, der auf so ziemlich allen erdenklichen Untergründen in den unterschiedlichsten Geschwindigkeiten gelaufen werden kann. Das ist dem insgesamt ausgewogenen Gesamtkonstrukt zu verdanken. Der Dream-Schaumstoff der Mittelsohle bietet komfortable, weiche Dämpfung, ohne instabil oder schwammig zu werden. Auch im Gelände lässt sich der Schuh gut führen, bleibt agil und wendig. Das ist für einen Schuh der Max‑Cushioning‑Kategorie nicht selbstverständlich. The North Face ist es gelungen, Komfort und trailspezifische Funktionalität zu vereinen. Uns ist besonders das Gewicht positiv aufgefallen. Der Altamesa 500 V2 wiegt 277 Gramm (Herren) bzw. 265 Gramm (Damen), was vergleichbar mit dem Gewicht des Hoka Speedgoat 7 ist. The North Face hat es geschafft, dem originalen Altamesa 500 rund 20 Gramm Gewicht abzuringen. Das macht sich im Laufverhalten bemerkbar. Der Schuh ist erfrischend spritzig und macht Freude.

Der Schuh ist trotz seines hohen Aufbaus stabil im technischen Gelände. Die nach unten breiter werdende Sohle und die vorne seitlich verbauten Stabilisatoren tragen dazu bei. Was man äußerlich nicht sieht, sind die zweifachen Verstärkungen aus Gurtband im Mittelfuß, die die Schnürung unterstützen und für einen festen Halt auf kippeligem Terrain sorgen. Die Passform ist mittelbreit und lässt sich mit der klassischen Schnürung auf so ziemlich jede Fußbreite anpassen. Die Außensohle ist mit 4 mm tiefen Stollen und einer Surface CTRL‑Gummimischung versehen. Wir sind den Schuh im Nieselregen auf Trails gelaufen und waren vom Grip angetan. Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt; selbst auf aufgeweichten Wegen hat der Altamesa 500 V2 Vertrauen vermittelt.

Der Altamesa 500 V2 („Alta Mesa“ ist übrigens Spanisch für „hohes Plateau“) bietet sich als vielfältiges Trail‑Modell an, das eine Wiese auf dem Deich genauso gut kann wie das flowige Mittelgebirge oder die ruppigen Alpen. Für vergleichsweise günstige 150 Euro bekommt man einen Max‑Cushion‑Schuh, der sich für Trails und Distanzen aller Art eignet. Im Vergleich zur Vectiv‑Reihe ist dieser Schuh moderater, verfügt über einen weniger aggressiven Rocker und über keine versteifenden Elemente. Wir empfinden ihn deshalb als zugänglicher für die breite Masse, obwohl er laut The North Face in enger Zusammenarbeit mit gesponserten Athletinnen und Athleten konzipiert wurde. Wir wiederholen uns an dieser Stelle gerne und sagen erneut: Der Altamesa 500 ist in vielerlei Hinsicht ein Alleskönner und dürfte Trailrunnern aller Leistungslevel eine Option darstellen.

Wir können uns vorstellen, dass der Altamesa 500 V2 beim einen oder anderen Ultratrail in diesem Sommer zu sehen sein wird. Wir werden ihn auf jeden Fall in unsere Schuhrotation aufnehmen.

The North Face Altamesa 500 V2 vs. The North Face Vectiv Enduris 4

Vergleichbar mit

The North Face Vectiv Enduris 4

Der Vergleich dieser beiden Schuhe ist interessant. Preislich liegen sie nur 10 Euro auseinander. Der Vectiv Enduris 4 ist noch stärker auf Performance ausgerichtet, hat einen ausgeprägteren Rocker und eine TPU‑Platte als versteifendes Element. Der Altamesa 500 V2 ist einsteigerfreundlicher und weniger auf Speed ausgerichtet, da er weniger Vortrieb bietet. Dennoch sollten auch ambitionierte Trailrunner dem Altamesa 500 V2 Beachtung schenken. Immerhin verfügt er über denselben dynamischen Dämpfungsschaum und ist sogar ein paar Gramm leichter als der Enduris. Eine schwierige Entscheidung. Wir würden sagen: Wer auf Tempo und Vortrieb setzt, greift zum Enduris. Alle anderen sind beim Altamesa 500 V2 bestens aufgehoben.

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