Das Wort Proteine kommt vom griechischen Wort proteios, was so viel wie „das Wichtigste“ oder „das Erste“ bedeutet. Tatsächlich sind Proteine die Grundbausteine des Lebens. Muskelkontraktionen, Signalwirkung, Transport und unzählige weitere Funktionen im Organismus werden von Proteinen übernommen.
Proteine können unendlich viele Formen annehmen, obwohl sie nur aus 20 verschiedenen Grundbausteinen bestehen: den proteinogenen Aminosäuren. Aminosäuren zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl eine Aminogruppe als auch eine Carbonsäuregruppe besitzen. Über Peptidbindungen können sich Aminosäuren zu endlosen Ketten verbinden. Eine weitere Differenzierungsmöglichkeit von Proteinen über die Aminosäurezusammensetzung hinaus ist ihre Faltung. Abhängig von ihrem Aminosäuremuster falten sich diese Ketten unterschiedlich ineinander. Es entsteht eine dreidimensionale Form, die letztendlich die Funktion des Proteins entscheidend mitbestimmt.
Von diesen 20 proteinogenen Aminosäuren sind 8 essentiell, das heißt, sie können nicht vom Körper selbst synthetisiert werden, sondern müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Alle Proteine, die über die Nahrung aufgenommen werden, werden in ihre Einzelteile zerlegt. Erst die einzelnen Aminosäuren werden von den Zellen aufgenommen und fungieren als Bausteine für neue Proteine.


