Silva Running Poles Carbon Z

Produktdaten

Preis:159,99 Euro
Gewicht:329 Gramm pro Paar inkl. Handschuh (Länge 125 cm)
verfügbare Fix-Längen: 110 - 130 cm

Die schwedische Marke Silva fertigt längst nicht nur Stirnlampen, sondern hat sich auch in den Sparten Laufwesten und Stöcke mit eigenen Produkten hervorgetan. Mit den Carbon Z ist nun ein neues Modell von Laufstöcken erschienen.

Die faltbaren Stöcke gibt es in einer höhenverstellbaren Variante („adjustable“) und in einer festen Länge in fünf Stufen zwischen 110 und 130 cm („fixed“). Für den Test haben wir uns für die Fixed-Version in einer Länge von 125 cm entschieden (bei einer Körpergröße des Testers von 183 cm). Warum Fixed? Klar, zu wissen, dass die Länge bei Bedarf verstellbar wäre, kann nützlich sein, wenn die Stocktechnik beispielsweise im sehr wechselhaften Terrain angepasst werden soll oder der Stock von mehreren Personen genutzt werden soll. Für unsere Zwecke reicht eine fixe Länge. Wir sparen uns lieber die 21 Gramm Mehrgewicht und legen uns auf eine Länge fest. Mal ehrlich: Würden wir die Stocklänge jemals verändern? Wahrscheinlich eher nicht.

Der Schaft hat ein schickes schwarz-gelbes Design. Der Griff besteht aus hellbraunem Kork. Die mitgelieferten Handschuhe sind schwarz. Die Optik gefällt uns, wirkt unaufdringlich und hochwertig. Das Handschlaufensystem ist bequem zu tragen und hat sogar eine leichte Polsterung auf der Innenseite, die uns richtig gut gefallen hat. Wir erleben ein hohes Maß an Tragekomfort – in dieser Produktkategorie keine Selbstverständlichkeit.

Silva hat ein eigenes Verbindungssystem zwischen Griff und Handschuh entwickelt. Es nennt sich Blueberry-System. Namensgeber ist ein am Handschuh befestigter blauer Ball, der in den vorgesehenen Schlitz am Stock geführt werden muss. Ganz nach dem alten Fußballer-Motto: Das Runde muss ins Eckige. Eine intuitive Handbewegung Richtung Boden und der Ball rastet mit einem gut hörbaren Klick-Geräusch ein. Die auditive Bestätigung gefällt uns. Fertig. Das System funktioniert einwandfrei und erinnert an vergleichbare Modelle am Markt, das heißt, eine Umgewöhnungszeit braucht es nicht. Gelöst wird der Handschuh durch das Drücken des Daumens auf den Kopf des Griffs. Dort ist ein großflächiger, die gesamte Breite des Kopfes ausfüllender Knopf, der ohne Hinzusehen betätigt werden kann und den Handschuh im Nullkommanichts freigibt.

Der Stock ist in mancherlei Hinsicht noch modifiziberbar. Etwas größere Teller („Schlammteller“) sind im Lieferumfang erhalten. Standarddmäßig sind kleinere Teller vormontiert. Die Hartmetallspitzen sind austauschbar. Gummipads als Spitzen lassen sich zusätzlich kaufen.

Die Handhabung im Gelände erfolgt instinktiv. Das Ein- und Ausklappen geht schnell. Hier gefällt uns ganz besonders, dass der Metallknopf, der beim Herausziehen des Stocks einrastet, etwas größer als bei anderen Stöcken ist und an der Oberfläche angeraut ist, was das Drücken erleichtert, gerade dann, wenn es schnell gehen muss. Auch bei kalten Temperaturen, wenn die Finger schon etwas taub sind, dürfte die längliche Form des Knopfes das Einfalten erleichtern.

Die Silva-Stöcke sind, wie andere Carbon-Stöcke auch, wirklich extrem leicht. Ein Paar Stöcke wiegt samt Handschuhe, je nach fixer Länge, zwischen 303 (110 cm) und 329 Gramm (130 cm). Möglich ist dieses niedrige Gewicht durch sehr leichte T800-Carbonfasern, aus denen der Schaft gebaut ist. Ja, es gibt Stöcke am Markt, die sind noch minimal leichter, aber der marginale Gewichtsunterschied von wenigen Gramm ist für 99 % der Trailrunner zu vernachlässigen.

Fazit: Performance trifft auf Komfort

Der Carbon Z ist auf Performance ausgelegt und hat an entscheidenden Punkten (Handschuh, Knopf zum Einfalten) sinnvolle Komfort- und Handhabungsfeatures eingebaut, die ein rundes Gesamtpaket ergeben. Der im Vergleich recht günstige Preis von 159,99 Euro spricht für ein gelungenes Preis-Leistungs-Verhältnis, ob für Einsteiger oder ambitionierte Wettkampf-Trailrunner.

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