Die Autofahrt kenne ich mittlerweile auswendig. Nur wenige Tage, nachdem ich nach neun Tagen UTMB-Wahnsinn die Heimreise aus Chamonix angetreten habe, fahre ich dieselbe Strecke wieder zurück. Vorbei an denselben Ortsschildern, Kaffeestops an derselben Tanke. Dieses Mal geht es im Kreisverkehr in Martigny nicht rechts die Serpentinen hoch zur französischen Grenze, sondern in Richtung Verbier.
Die Straßen wie auch das Tal werden enger. Mein Navi sagt, dass ich noch ein paar Kilometer weiterfahren muss. Irgendwann frage ich mich, ob ich an das Ende der Welt oder zumindest an das Ende der Schweiz fahre. Fast. Ich fahre tief hinein ins Val de Bagnes.
In Bonatchiesse, einem Ort, bevor dann wirklich Schluss ist mit Straße und Zivilisation, habe ich mein Ziel erreicht. Der malerische Weiler mit einem Natur-Campingplatz, eingebettet in einen wunderschönen Lärchenwald auf 1600 Metern Höhe, ist das Basecamp des Verbier Ultra. Die nächsten drei Tage ist das Val de Bagnes Spielplatz des Verbier 100, kurz VU100, einem Rennen über drei Etappen. 100 Kilometer mit knapp 8000 Höhenmetern.







