Der verregnete Sommer hält an – und verschonte auch das Pitztal nicht. Bei neun Grad und Dauerregen im Pitztaler Alpenhauptkamm herumzuspringen, hört sich nicht nach Spaß an. Doch der Großteil der Teilnehmenden des Pitz Alpine Glacier Trails nahm das Wetter mit Humor und kämpfte sich über die zahlreichen Loops, die vom Talschlussort Mandarfen ausgehend die jeweiligen Strecken bilden.
Ein Loop führt hoch hinaus über den Mittelbergferner. Bei der Gletscherquerung kommen die Grödel zum Einsatz. Ein weiterer Loop führt über den wunderschönen, aber anspruchsvollen Fuldaer Höhenweg zum Taschachhaus. Der dritte und längste Loop geht hinauf zur Kaunergrathütte und endlos weiter über einen Höhenweg hoch über dem Tal. Dass angesichts des miserablen Wetters nur dieser letzte Loop angepasst werden musste (der Anstieg zur Kaunergrathütte wurde zu einem Out-and-Back umgestaltet), ist definitiv erwähnenswert.
Der lange und sehr schwere Hunderter beim PAGT hatte schon immer nur wenige Finisher. Dieses Jahr war es jedoch besonders extrem. Bei den Herren kamen immerhin 17 Läufer ins Ziel (Leon Kriesmayer war nach 15:41:15 der Schnellste). Bei den Damen schaffte es am Ende nur eine der vier gestarteten Teilnehmerinnen: Shari Wilken aus Garmisch-Partenkirchen kämpfte sich über die durchnässten und rutschigen Trails und durch das kalte, regnerische Wetter und finishte nach 20:22:00 als Einzige.
Die DNF-Quote war nicht nur bei den Frauen hoch: Auch bei den Männern beendeten mehr Läufer (21) das Rennen vorzeitig, als es Finisher gab. Dazu kam eine hohe DNS-Quote. Auf den kürzeren Distanzen sah die Statistik etwas besser aus, auch wenn es dort aufgrund der schwierigen Bedingungen ebenfalls viele DNFs gab. Auf den insgesamt sieben Distanzen gab es nicht nur namhafte Sieger:innen, sondern auch starke Leistungen. Die Namen aller Gewinner hier stur aufzulisten, macht weder euch noch uns Spaß – deshalb verzichten wir an dieser Stelle darauf (hier geht es zu den Ergebnissen).
Ohnehin gab es da ja noch ein Elite-Event: Die Golden Trail World Series machte erstmals in Österreich Station und spielte an diesem Wochenende im Pitztal sowohl medial als auch sportlich in einer eigenen Liga.













