Das Programm der WM in Canfranc:
Mittwoch, 24.09. 19:00 Opening Ceremony
Donnerstag 25.09. 10:00 Uphill Men 11:00 Uphill Women
Freitag 26.09. 08:00 Short Trail
Samstag 27.09. 07:00 Long Trail
Sonntag 28.09. 10:30 Women 12:30 Men
Mittwoch, 24.09. 19:00 Opening Ceremony
Donnerstag 25.09. 10:00 Uphill Men 11:00 Uphill Women
Freitag 26.09. 08:00 Short Trail
Samstag 27.09. 07:00 Long Trail
Sonntag 28.09. 10:30 Women 12:30 Men

Das Podium der WM 2023 in Innsbruck mit Siegerin Marion Delaspierre © Roast Media
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen haben hat Frankreich im Long Trail traditionell das stärkste Team am Start. Auch weil der Verband allen WM-Startenden verboten hatte, beim UTMB 4 Wochen vorher zu starten. Auch die Titelverteidigerin stellt Frankreich. Marion Delaspierre gewann vor 2 Jahren ziemlich überraschend Long-Trail-Gold in Innsbruck. Die Französin tritt selten bei Rennen in Erscheinung. Dieses Jahr wurde sie Dritte beim Lavaredo Ultratrail. Verstärkt wird das Team Frankreich neuerdings durch Hillary Gerardi. Die erfahrene Skyrunnerin ist zwar in den USA geboren, lebt aber schon viele Jahre in Frankreich. Seit letztem Jahr hat sie die französische Staatsbürgerschaft und wird in Canfranc erstmals unter der Tricolore-Flagge starten. Mit Anne Lise Rousset haben die Französinnen insgesamt drei Läuferinnen auf internationalem Top-Niveau. Rousset siegte dieses Jahr schon bei der Transvulcania.
Mit Katie Schide läuft die Top-Favoritin auf den Sieg für die USA. Doch auch Katie lebt schon seit vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Partner Garmain Grangier in Frankreich. Steile alpine Trails sind ihr also vertraut. Die Streckenrekordhalterin des UTMB war dieses Jahr schon bei so unterschiedlichen Rennen wie Hardrock (Platz 1) und Sierre Zinal (Platz 2) erfolgreich. Jennifer Lichter und Emely Schmitz sind zwei weitere Spitzenathletinnen, die unter dem Stars-and-Stripes-Banner laufen.
Spätestens nach den beiden favorisierten Teams USA und Frankreich muss man aber auch schon das deutsche Frauenteam nennen. Auch wenn es durch den Ausfall von Katharina Hartmuth und Lisa Wimmer leicht geschwächt ist, sind mit Rosanna Buchauer und Lotti Brinks zwei Athletinnen am Start, die schon bewiesen ganz vorne reinlaufen zu können. Auch Ida-Sophie Hegemann hat dieses Potenzial. Und mit Eva-Maria Sperger gibt es eine erfahrene Läuferin, die mit einem sicheren und soliden Rennen im Falle eines Ausfalls ein gutes Top-Drei-Resultat sichern könnte.
Auch die Norwegerinnen haben mit Ingvild Kaspersen und Sylvia Nordskar zwei absolute Hochkaräter am Start. Ingvild Kaspersen wurde dieses Jahr Zweite beim Lavaredo 80K. Beim CCC musste sie leider vorzeitig aussteigen. Bei jenem verpasste Sylvia Nordskar denkbar knapp den Sieg. Nur um wenige Sekunden musste sie sich der Polin Martina Mlinarczek geschlagen geben.
Mit Martina Valmassoi und Fabiola Conti hat auch Italien zwei sehr starke und erfahrene Ultratrail-Athletinnen in Canfranc am Start.
Die Schweizerinnen bringen mit Ariane Wilhelm, Josepha Seydoux und Sara Escobar ein Team mit Außenseiterchancen an den Start.
Bei den Herren sieht es ganz danach aus, als ob drei Teams die Team-Medaillen unter sich ausmachen werden.

Zach Miller im Stars and Stripes Trikot © Roast Media
Die USA bringt definitiv das namhafteste Team an den Start: Jim Walmsley, Caleb Olson, Zach Miller, Adam Peterman und Tyler Green haben alle zusammen zahlreiche Siege vorzuweisen. Adam Peterman gewann die WM 2022 in Thailand, Caleb Olson den Western States 2025 und Jim Walmsley erst kürzlich den OCC. Zach Miller ist immer für eine kämpferische Leistung um eine Team-Medaille abzusichern. Schon 2023 in Innsbruck wurde er Sechster und gewann im Team Silber.
Der Titelverteidiger Benjamin Roubiol läuft für Frankreich. Der Asics-Athlet siegte dieses Jahr schon beim Trail Alsace Grand Est by UTMB und beim High Trail Vanoise. Außerdem sind noch der Erst- und Zweitplatzierte des UTMB 2024 im Team Frankreich: Vincent Bouillard von Hoka und Baptiste Chassagne von On Running. Die Franzosen fokussieren sich traditionell zu 100 % auf eine WM. Der höhenmeterreiche und technische Kurs könnte ihnen zusätzlich entgegenkommen.
Auch das italienische Team hat drei Läufer vorzuweisen, welche jeweils das Potenzial für die Goldmedaille haben. Francesco Puppi hat dieses Jahr fast alle Rennen, bei denen er am Start stand, gewonnen (CCC, Lavaredo, Canyons,…). Ein laufbarer Kurs wäre den Stärken des Hoka-Athleten aber wohl mehr entsprochen. Der Südtiroler Andreas Reiterer hingegen ist eine echte Bergziege. Bei der ebenfalls anspruchsvollen WM in Innsbruck lag er lange Zeit in Führung und musste sich erst am letzten Berg dem Franzosen geschlagen geben. Auch Christian Minoggio hat das Potenzial für ganz vorne. Dies bewies er kürzlich beim OCC, den er nur wenige Minuten hinter Walmsley beendete.
Die Schweizer haben mit Ramon Manetsch (Platz 8 WM Innsbruck), Raphael Sprenger, Nino Jank, Tobias Baggenstos und Lucien Epiney ein nicht nur zahlenmäßig schlagkräftiges Team am Start.
Österreich startet mit 3 Athleten. Mathias Deutschbauer (1. GGUT), Christian Stern (1. Stubaier Höhenweg) und Alexander Hutter (1. IATF K85) summieren sich zu einem ausgeglichen, aber starken Team, das, wenn alle drei finishen, durchaus positiv überraschen könnte.
Die deutschen Männer überzeugen ebenso mit 5 Startern und wollen sich im Gesamtranking beweisen.

Das Podium der WM 2023 in Innsbruck: Clementine Geoffrey, Judith Wyder und Theres Lebeouf
Das favorisierte Team bei den Frauen ist wohl tatsächlich die Schweiz. Mit Routinier Judith Wyder (Zweite beim OCC) und Maude Mathys (3. beim OCC) sowie Theres Lebeouf (2. beim Eiger E51 hinter Laura Hottenrott) haben sie drei absolute Spitzenläuferinnen am Start.
Aber auch Spanien bringt sechs starke Athletinnen an den Start, darunter Sara Alonso (4. beim OCC). Auch Malen Osa und Oihana Cortizar haben schon zahlreiche Siege eingefahren, wenn auch eher auf den kürzeren Distanzen.
Die Französinnen sind natürlich nie zu unterschätzen. Nominell haben sie in ihrem sechsköpfigen Team vor allem eine Star-Läuferin am Start. Clémentine Geoffroy ist die amtierende Titelverteidigerin über den Short Trail. Dieses Jahr wurde sie schon sechste beim Marathon du Mont Blanc.
Aussichtsreiche Chancen auf mindestens eine Top Ten Platzierung hat, wenn sie fit an den Start geht, Anna Plattner. Die ehemalige Mountainbikerin fuhr dieses Jahr etliche Siege ein. Nora Havlinova und Isabell Speer komplettieren das Team.
Ebenso Deutschland: Hier kämpfen Daniela Oemus und Sarah Kistner um starke Einzelplatzierungen.
Das Feld bei den Short-Trail-Herren ist brutal dicht besetzt. Beim Kampf um die Team-Medaillen erwarten wir einen Vierkampf.

Titelverteidiger Stian Angermund © Roast Media
Italien bringt Davide Magnini (Sieger Marathon du Mont Blanc 2025), den Südtiroler Daniel Pattis (3. Zegama 2025) und Luca Del Pero, den Bronzemedaillengewinner über den Short Trail in Innsbruck, an den Start. Ein explosives Team mit Potenzial für Einzel- und Teammedaillen.
Mit Manuel Merillas (Sieger OCC 2022), Andreu Blanes (Sieger Sierre Zinal 2022) und Antonio Martinez (8. OCC 2025) hat Spanien ein Team mit viel Potenzial, auch wenn keiner der drei dieses Jahr bisher sein volles Potenzial ausschöpfen konnte.
Eli Hemming (Sieger OCC 2024), Seth Ruling (6. Wser100 2025) und David Sinclair sind die Top-Läufer der USA. Alle drei starten normalerweise über längere Distanzen, bringen aber viel Speed mit. Hemming und Sinclair liefen im August den CCC. Ob sie diese Belastung gut verdaut haben und wie den schnellen Amis der exponierte Kurs liegt, bleibt abzuwarten.
Auch die Schweiz hat ein schlagkräftiges Team am Start, mit dem Ziel, in die Medaillenränge zu laufen. Roberto Delorenzi ist der amtierende Europameister im Up and Down. Die 45 Kilometer sind lang für ihn. Martin Anthamatten ist ein Routinier, der immer für eine Top-Platzierung gut ist. Auch Jonathan Schmid kann schnell (20. Sierre Zinal 2025) und lang (26. UTMB 2024) laufen.