Dieser Beitrag enthält sensible Themen wie Tod, Suizid und Depressionen. Wenn du dich gerade nicht in der Lage fühlst, dich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, nimm bitte Rücksicht auf dich selbst und überspringe diesen Beitrag.
„Und wir begrüßen im Ziel den Läufer mit der Nummer 767, Christian Bruneß“, ruft der Moderator neben dem Zielbogen in Schmiedefeld am frühen Nachmittag des 21. Mai 2016 in sein Mikrofon. Ich kann es kaum glauben. Nicht nur, dass ich es ins Ziel des Rennsteig‑Supermarathons geschafft habe – die Höhenmeter erschienen mir als Hamburger im Vorfeld gewaltig, furchteinflößend, unüberwindbar –, sondern dass ich es überhaupt geschafft habe, hier zu sein, am Leben zu sein. Voller Adrenalin und Euphorie, mit völlig zerstörten Beinen zwar, aber einer tiefen inneren Zufriedenheit. Ein Zustand, den ich als Geschenk wahrnehme. So wie ich alles hier als Geschenk begreife, als zweite Chance, als Beginn des Rests meines Lebens, ohne in Ketten einer Depression gelegt zu sein.





