„Für mich war das Laufen von Anfang an etwas Besonderes. Ich habe sehr schnell eine Verbindung dazu aufgebaut. Schon nach ein paar Monaten, als ich elf Jahre alt war, wusste ich einfach: Das wird etwas sein, das mich mein ganzes Leben begleitet.“
Das sagt Anton „Toni“ Krupicka, einer der ganz großen Namen in unserem Sport, für manche so etwas wie eine lebende Trailrunning-Legende. Christian hat sich mit Toni in Chamonix getroffen. Damit ist ein kleiner Traum von ihm in Erfüllung gegangen. Anton hat eine ganze Generation von Trailrunnern geprägt. Die Bilder von ihm mit langen Haaren, Oberkörper frei, nur in Splitshorts und mit maximal einer kleinen Flasche Wasser in der Hand – die haben sich tief in das kulturelle Gedächtnis der Trailrunning-Gemeinschaft eingebrannt.
Herausgekommen ist ein sehr interessantes Gespräch über den inneren Antrieb zum Laufen, über die Verbindung zu sich und zur Umwelt und ob wir Toni in Zukunft noch einmal an der Startlinie des UTMBs werden sehen können. Auch der außergewöhnliche Aufnahmeort hat dem Gespräch einen würdigen Rahmen gegeben. Es wurde nicht in einem schicken Hotel aufgenommen, sondern unter freiem Himmel auf einer harten Kellertreppe aus Beton am Rande der Tartanbahn in Chamonix. Ein Ort, so bodenständig wie Toni Krupicka selbst.