„Schweine fühlen sich wohl im Dreck“, sagte Manuel Hartweg nach seinem EM‑Auftritt vor zwei Monaten im deutschen Nationaltrikot. Die deftige Aussage passt gut zum 37‑jährigen Familienvater, der erst vor vier Jahren seinen ersten Laufwettkampf bestritten hat und mittlerweile zur deutschen Ultratrail‑Spitze gehört. Manuel ist ehrlich, direkt und selbstbewusst. Er weiß genau, was er will und was er nicht will. Was er nicht braucht, ist Instagram‑Fame und Sponsoren, die ihm Druck machen und ihm sagen, was er zu tun und zu lassen hat. Der Deutsche Meister 2024 und ZUT‑Sieger 2026 geht seinen eigenen Weg, trainiert sich selbst und lernt durch seinen Trial‑and‑Error‑Ansatz stetig dazu.
Diesen Herbst wird er beim UTMB zum ersten Mal an der Startlinie eines 100‑Meilers stehen. Manuel dazu: „Ich wollte eigentlich nie 100 Meilen laufen. Ich will’s immer noch nicht. Aber ich hab mich halt da qualifiziert. Man wird nicht jünger. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mir graut’s jetzt schon davor.“